Neuer Wirkstoff gegen Asthma?


Zierpflanze kann Atemnot verhindern
Neuer Wirkstoff gegen Asthma?

Die Korallenbeere ist nicht nur hübsch anzuschauen, sondern womöglich auch von pharmazeutischem Nutzen. Denn Forscher haben herausgefunden, dass die Zierpflanze Atemnot bei Asthmatikern verhindern könnte.

Korallenbeere offenbar wirksamer als Asthma-Medikamente

Die Blätter der Korallenbeere (Ardisia crenata) enthalten eine Substanz, die offenbar wirksamer ist als gängige Asthma-Medikamente. „Die Substanz hemmt eine zentrale Gruppe von Signalmolekülen in den Körperzellen, die Gq-Proteine“, erklärt Dr. Daniela Wenzel, Juniorprofessorin an der Universität Bonn. Diese Proteine sind unter anderem zuständig für die Steuerung der Bronchial-Muskulatur. Werden sie aktiviert, verengen sich die Bronchien, wodurch nicht mehr genug Luft in die Lunge gelangt. Die daraus resultierende Atemnot kann lebensbedrohlich sein.

Bei Mäusen mit Asthma lindert Korallenbeere Beschwerden

Bisherige Tests an asthmatischen Mäusen verliefen vielversprechend: „Wir konnten verhindern, dass die Tiere auf Allergene wie Hausstaub mit einer Verengung der Bronchien reagieren“, berichtet Wenzel. Die Nebenwirkungen hielten sich zudem in Grenzen, da sich der Wirkstoff direkt über die Atemwege verabreichen ließ und somit nur in geringen Mengen in den Blutkreislauf gelangte. Tests am lebenden Menschen stehen jedoch noch aus.

Die Studie wurde im Rahmen eines neuen Forschungsprojekts der Universität Bonn veranlasst. Ziel ist es, auf zentrale Signalmoleküle wie die Gq-Proteine einzuwirken und so neue Therapie-Ansätze für bestimmte Erkrankungen zu finden.

Quelle: Universität Bonn

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