Blutzuckermessung mit Pflaster


Bald Diabetes unblutig überwachen?
Blutzuckermessung mit Pflaster

Britische Forscher sind einer Messung der Blutglukose ohne Stich in den Finger einen Schritt nähergekommen: Ihr entwickeltes Pflaster misst Glukose in der Gewebsflüssigkeit der Haarfollikel. Es kommt ohne Kalibrierung durch Bluttests aus.

Neuer Ansatz: Messung über Haarwurzeln

Im Pflaster sind kleine Sensoren, die nicht über das gesamte Hautareal verteilt, sondern punktuell Messungen vornehmen. Nach dem Aufkleben befinden sich einige der Sensoren genau über den Austrittspunkten der Haare, wo die Glukosekonzentration mit dem Blutzuckerwert am besten übereinstimmt. Über einen schwachen Gleichstrom wird an diesen Stellen ein wenig Flüssigkeit aus der intakten Haut „herausgesaugt“ und der Glukosewert bestimmt.

Nanotechnologie und innovative Graphitverbindung

Die Sensoren des Pflasters sind eingebettet in Graphen, eine neuentwickelte Kohlenstoffverbindung mit Bienenwabenstruktur, die leitfähig, flexibel und umweltverträglich ist. Das Team um die Nanophysikerin Adelina Ilie hofft, dass Graphen in einigen Jahren mit geringem Aufwand in größeren Mengen hergestellt wird. Dies könnte vielen Betroffenen das Messpflaster zu erschwinglichem Preis zugänglich machen.

Nach Tests an Schweinehaut starteten die Wissenschaftler erste klinische Tests an gesunden Freiwilligen. Das Messpflaster kam ohne Kalibrierung zu den gleichen Messergebnissen wie die herkömmliche blutige Bestimmung der Blutglukose. Auch ein Anstieg des Blutzuckers wurde – mit der zu erwartenden Verzögerung in Gewebsflüssigkeit von etwa 15 Minuten – zuverlässig erkannt.
Für Diabetespatienten, die ihren Blutzucker wegen der blutigen Punktion der Fingerbeere oft nur nachlässig kontrollieren, wäre das Hautpflaster eine echte Alternative.

Quelle: aerzteblatt.de

News

Unterschätztes Krebsrisiko
Unterschätztes Krebsrisiko

Häufiger als gedacht

Fast jeder Zweite erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Doch nur wenige halten ihr eigenes Risiko für hoch. Das zeigt eine Befragung des Deutschen Krebsforschungszentrums.   mehr

Antidepressiva schrittweise absetzen?
Eine Frau hält Antidepressiva in Tablettenform in der Hand.

Studie zu Symptomen

Viele Menschen nehmen zeitweise Antidepressiva – in Deutschland sind es etwa 8 bis 10 Prozent. Doch was passiert eigentlich, wenn die Betroffenen die Medikamente wieder absetzen möchten?   mehr

Hautreizung unter Windeln vermeiden
Blick auf die Windel eines Babys. Ob Baby oder Erwachsener, Hautpflege beugt Reizungen vor.

Ob Baby oder alter Mensch

Windeln halten Jung und Alt trocken, doch darunter kommt es durch den Kontakt mit Urin und Stuhl leicht zu Hautirritationen. Wie lässt sich vorbeugen?   mehr

Verhütung in der Perimenopause
Verhütung in der Perimenopause

Passt die Methode noch?

Nähert sich eine Frau den Wechseljahren, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ab. Muss dann noch verhütet werden und wenn ja, mit welcher Methode?   mehr

Impfungen im Herbst
Impfungen im Herbst

Hochsaison für Infektionen

In der kalten Jahreszeit nehmen Atemwegsinfekte wieder zu. Für viele Menschen sind jetzt Impfungen empfohlen. Was hat sich geändert und wo gibt es gute Informationen?    mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Brunnen-Apotheke
Inhaber Dr. Jörg Hanisch
Telefon 036602/9 20 07
Fax 036602/9 20 08
E-Mail info@brunnen-apotheke-ronneburg.eu